Etappen
1. 07.08.2005
Stans - Flüeli Ranft
Stans - Flüeli Ranft
2. 08.08.2005
Flüeli Ranft - Brünig
Flüeli Ranft - Brünig
3. 09.08.2005
Brünig - Ebligen
Brünig - Ebligen
4. 10.08.2005
Ebligen - Interlaken
Ebligen - Interlaken
5. 11.08.2005
Interlaken - Blumenstein
Interlaken - Blumenstein
6. 12.08.2005
Blumenstein - Schwarzenburg
Blumenstein - Schwarzenburg
7. 13.08.2005
Schwarzenburg - Villars sur Glâne
Schwarzenburg - Villars sur Glâne
8. 14.08.2005
Villars sur Glâne - Romont
Villars sur Glâne - Romont
9. 15.08.2005
Romont - Bressonnaz
Romont - Bressonnaz
10. 16.08.2005
Bressonnaz - Lausanne Vidy
Bressonnaz - Lausanne Vidy
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79. Santiago de Compostela - (Ruhetag)
Etwas nach neun Uhr gehe ich im Restaurant bei meiner Unterkunft Zmorge essen. Nachher spaziere ich gemütlich zur Nahe gelegenen Kathedrale, um zu sehen, ob neue Pilger ankommen, die ich vielleicht kenne. Tatsächlich sind einige bekannte Gesichter unter den Neuankömmlingen. Ich schiesse noch ein paar Fotos und kaufe gut 50 Jakobsmuscheln im Auftrag von meiner Frau. Sie möchte anlässlich meiner runden Geburtstagsfeier damit Tischdekorationen basteln. Vor 12 Uhr treffe ich mich mit Ewald zur Pilgermesse. Auch Bermuda Joe ist anwesend, er ist auch gestern Abend spät in Santiago eingetroffen. Gemeinsam besuchen wir mit vielen anderen Leuten die Pilgermesse um 12 Uhr Mittag. Ich bin gespannt, ob wir den berühmten Weihrauchkessel, der Grösste der Welt, zu sehen bekommen. Das ist nämlich nicht selbstverständlich. Es gibt drei Gründe, damit er eingesetzt wird. Wenn ein hoher Geistlicher zu Gast ist, an einem grossen Feiertag oder, wenn eine Reisegruppe dafür bezahlt! Wir haben heute Glück. Das Schwenken des 80 kg schweren Weihrauchkessel durch etwa 8 weinrot gekleidete Mönche ist ein riesiges Erlebnis, der emotionale Moment für mich! Mit Tränen in den Augen realisiere ich: JETZT BIN ICH DA! Nun werden auch die Pilger offiziell begrüsst, zwar nicht einzeln mit Namen, sondern wie viele aus den einzelnen Nationen.
Nach der Messe erzählen wir vor der Kathedrale gegenseitig über Erlebnisse und Erfahrungen. Nachher gehen Ewald, Joe und ich in unserer Pension Mittagessen. Am Nachmittag schreibe ich gemütlich ein paar Karten, organisiere beim Pilgerbüro die Billette für Finisterre und für die Heimreise mit dem Bus.
Am Abend gehe ich mit Joe und Ewald in die Vinothek zum Apéro und nachher mit vielen Pilgern Nachtessen. Ewald, Joe, Michael aus Dänemark, Karin aus Wien, Dagmar eine Pastorin aus Baden, Monika aus Deutschland und der nervige Sigi, ebenfalls aus Deutschland sind dabei.


