Etappen

1. 16.07.2006
Wil (SG) - Steg
3. 01.05.2007
Bregenz - Gais
4. 19.05.2007
Rorschach - Herisau

 

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10. Meersburg - Nonnenhorn (Rund um Bodensee 5)

Eriskircher Ried Freitag, 06. Juli 2012

38 km / 9 h
Meersburg – Hagnau – Immenstaad – Friedrichshafen – Langenargen – Kressbronn – Nonnenhorn
Etwa 6 Wochen nach der letzten Etappe ist es wieder so weit. Ich starte in Meersburg bei Nieselwetter auf die nächste Etappe. Der Weg führt flach am See entlang. Erst nach ein paar Asphaltkilometern treffe ich wieder auf den offiziellen Bodensee-Wanderweg. Nun wird der Weg interessant, weil längere Abschnitte der Fussweg wieder getrennt vom Fahrradweg verläuft. Teilweise führt der Weg sehr nahe am Ufer entlang durch Naturschutzgebiete. Ich komme gut voran, obwohl ich mich müde fühle. Müde in den Knochen und irgendwie so komische, unstabile Beine. Nach knapp 4 Stunden erreiche ich Friedrichshafen mit dem berühmten Zeppelinmuseum direkt am Hafen. Bei einer Imbissstube raste ich und bestelle eine Currywurst und Apfelschorle. Gestärkt wandere ich weiter, dem See entlang und dann durch die Moorlandschaft in Erichskirchen. Es regnet schon seit längerer Zeit nicht mehr. Aber bei dem feuchtwarmen Wetter plagen mich viele lästige Mücken. Fast jede Minute muss ich eine totschlagen und meine Arme sind schon rot und geschwollen.
Gegen Langenargen hat es dann zum Glück weniger von diesen Viechern. Der flache Weg führt weiter bis zu meinem Übernachtungsort. Jetzt fühle ich mich langsam müde, aber es geht trotzdem weiter, schliesslich habe ich in Nonnenhorn ein Zimmer reserviert. Die letzten Kilometer wandere ich wie in Trance, müd, einfach weiter. Das Hotel finde ich zum Glück recht schnell.
Nach dem Zimmerbezug und einer ausgiebigen Dusche fühle ich mich wieder wohler. Mit einem Bärenhunger setze ich mich sogleich in den kleinen Speisesaal des Hotels. Andrei verschiedenen Tischchen sitzen je eine ältere Person, Pensionäre, die regelmässig hier essen, so scheint es.
Nach dem feinen Zwiebelrostbraten schlendere ich durch den Ort, denn an diesem Wochenende soll hier das Winzerfest „Komm und See“ statt finden. In der Nähe höre ich Musik. Tatsächlich ist hier einer der verschiedenen, dezentralen Winzer, welcher ein Festzelt mit Tischen und Bänken aufgestellt hat. Hier sind ein paar Duzend Gäste am fröhlichen Beisammensein. Es hat verschiedene kulinarische Stände und natürlich auch verschiedene lokale Weine, die glasweise oder auch in ganzen Flaschen bestellt werden können. Nach interessanten Gesprächen mit diversen Deutschen und ein paar Gläser verschiedenen Weinen gehe ich müde ins Hotel zurück.