Etappen

1. 16.07.2006
Wil (SG) - Steg
3. 01.05.2007
Bregenz - Gais
4. 19.05.2007
Rorschach - Herisau

 

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4. Rorschach - Herisau

Neuer Wegweiser in Rorschach Samstag, 19. Mai 2007

28 km / 7 h
Rorschach – Untereggen – St. Gallen – Gübsensee – Herisau
Mit dem Zug fahre ich am morgen früh bis Rorschach Stadt. Dort wandere ich zuerst einmal bis zum Hafen hinunter, um den Start des Jakobsweges zu suchen. Ich bin gespannt auf die neue, etwas umstrittene Beschilderung! Die bekannten braunen Wegweiser „Jakobsweg“ haben ausgedient und sind leider der Standardisierung und Vereinheitlichung der Beschilderungen der Schweizer Wanderwege zum Opfer gefallen. Prompt finde ich eine Stange mit zahlreichen gelben Wanderwegschildern und auch eines zum Jakobsweg. Der Weg führt durch den Ort Rorschach hoch, westwärts. Als ich den Ort verlasse, wird die Gegend ländlich und friedlich. Ich unterquere die Autobahn und wandere munter weiter. Die Beschilderung ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig. Oftmals ist es einfach ein normaler gelber Pfeil, der den Wanderweg markiert, fast so wie in Spanien. Mit dem Unterschied, dass in Spanien die gelben Pfeile ausschliesslich für den Jakobsweg reserviert sind und hier aber für alle Wanderwege! Nur wenn zwei Wanderwege sich trennen, wir der Jakobsweg mit dem Zeichen 4 mit der Muschel gekennzeichnet.
Auf dem Hügelzug erreiche ich die Ortschaft Untereggen und dann nacheinander Vorderhof, Mittlerhof und Hinterhof. Hier steigt ein steiler Pfad ins enge Tal hinunter. Der noch nasse Wiesenweg ist sehr glitschig. Dank meinen Stöcken erreiche ich heil und ohne Sturz die Talsohle. Meine Schuhe sind aber nass und stehen vor Dreck! Nun verläuft der Weg auf dem Strässchen das Tal hoch bis Riet auf einen Hügel südöstlich von St. Gallen. Nach diesem schönen Wegstück folgt die Stadt St. Gallen. Ich wandere die Asphaltstrasse hinunter und erreiche dann das Hallenbad Blumenwies. Nachher finde ich zwar viele Wanderwegschilder, aber keines mit der 4 und der Muschel. Weil ich den genauen Wegverlauf in der Stadt nicht kenne marschiere ich einfach der Hauptstrasse nach bis zum Klosterviertel. Unterwegs esse ich auf einer Parkbank ein Sandwich und trinke fast einen Liter Wasser. Im Klosterviertel finde ich den Weg wieder und wandere westwärts Richtung Bruggen. Vor dem Sittertal führt der Weg ins Tal hinunter, über die Brücke und nachher Richtung Gübsensee hoch. Bei einem Bauernhof trinke ich zwei Gläser Süssmost und wandere nach der kurzen Rast weiter zum Gübsensee. Nun ist es nicht mehr so weit hoch und ich erreiche Herisau. Weil ich schon bald einen Zug habe, verzichte ich hier auf einen Beizenbesuch und fahre nach Hause. Nun fehlt mir nur noch das Stück von Herisau nach Wattwil des Jakobsweges.