Etappen
51. 26.09.2005
Aroue - Ostabat Asme
Aroue - Ostabat Asme
52. 27.09.2005
Ostabat Asme - St. Jean Pied de Port
Ostabat Asme - St. Jean Pied de Port
53. 28.09.2005
St. Jean Pied de Port - Roncesvalles
St. Jean Pied de Port - Roncesvalles
54. 29.09.2005
Roncesvalles - Pamplona
Roncesvalles - Pamplona
55. 30.09.2005
Pamplona - (Ruhetag)
Pamplona - (Ruhetag)
56. 01.10.2005
Pamplona - Lorca
Pamplona - Lorca
57. 02.10.2005
Lorca - Los Arcos
Lorca - Los Arcos
58. 03.10.2005
Los Arcos - Logroño
Los Arcos - Logroño
59. 04.10.2005
Logroño - Azofra
Logroño - Azofra
60. 05.10.2005
Azofra - St. Domingo de la Calzada
Azofra - St. Domingo de la Calzada
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57. Lorca - Los Arcos
Sonntag, 02. Oktober 2005
30 km / 7.5 h
Lorca – Estella – Irache - Villamayor de Monjardin – Los Arcos
Beim linken Hahn kann man Wein und beim rechten Wasser rauslassen. Ich degustiere beides und finde der Wein schmeckt bedeutend besser als das Wasser. Ich fülle je eine Halbliter Petflasche ab. Im Rücken steht auch ein Getränkeautomat und darüber ist die Webcam. Nun telefoniere ich mit meiner Tochter Claudia und frage sie, ob sie mich im Internet sehen kann. Tatsächlich kann sie mich erkennen. Inzwischen sind noch Radpilger und Touristen beim Brunnen vorbei gekommen. Dieser scheint sehr beliebt zu sein. Nach dieser längerer Pause wandere ich weiter hoch über schöne Wege am alten Brunnen Fuente de los Moros vorbei bis zum wunderschön gelegenen Ort Villamayor de Monjardin. Nun folgt eine abgelegen Strecke von 12 km ohne Häuser, ohne Brunnen, ohne Wasser einfach nichts ausser Natur, Felder und Rebberge von Navarra. Aber ich habe ja noch eine halbe Petflasche Wein. Ganz alleine pilgere ich durch diese einsame Gegend. Weil der Himmel sich langsam verdunkelt, ein Gewitter scheint im Anzug zu sein, beschleunige ich mein Tempo. Am späten Nachmittag erreiche ich Los Arcos und es beginnt schon zu tropfen. Ich beschliesse hier zu bleiben und nicht so weit zu gehen, wie mein Bruder vor gut vier Monaten. Die Unterkunft Gîte privè La Fuente wird von einem Österreicher geleitet. Es hat nicht viele Pilger hier, und niemand den ich kenne. Weil ich relativ lange Etappen mache, treffe ich immer neue Leute. Los Arcos ist ein kleines Städtchen mit einer auffallend grossen Kirche. Nach dem Besuch dieser betrete ich eine Kneipe und bleibe hier ziemlich lange. Nun suche ich ein gutes Restaurant, denn nach dem Julio-Frass in Lorca habe ich Hunger und freue mich auf ein Sonntagsmenü. Es hat drei Hotel hier, aber auch um halb neun scheint es überall immer noch dunkel zu sein. Auch nach neun Uhr ist immer noch alles geschlossen! Gibt es am Sonntagabend nichts in diesem Kaff? Tatsächlich nach längerem Suchen finde ich in einem Hinterhof eine romantische Bar mit vielen Leuten und feinen Tapas. Ich bestelle vier verschiedene und zwei drei feine Gläser Rotwein dazu. Doch noch gut gespiesen und glücklich kehre ich zur Unterkunft zurück.



